Donnerstag, 19. April 2018

[Buchreview] Das Reich der sieben Höfe Sterne und Schwerter

Titel: Das Reich der sieben Höfe Sterne und Schwerter
Originaltitel: A Court of Wings and Ruin
Autor: Sarah J. Maas
Genre: Fantasy
Verlag:  dtv
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 752
Preis: 21,95 € Hardcover, 14,99 € E-Book

Zusammenfassung:
Zum Schutz ihrer Freunde und ihrer Familie ist Feyre wieder zurück an den Frühlingshof gegangen. Doch dort spioniert sie Tamlin und die anderen aus und versucht die Pläne von Hybern in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig muss sie ihre Täuschung gut aufrecht erhalten, damit niemand heraus findet, dass ihre Seelenverbindung zu Rhys immer noch besteht. Allerdings bleibt Feyre nicht ganz untätig. Sie fängt an ihre eigenen Intrigen zu stricken und auch ihre eigenen Rachepläne in die Tat umzusetzen.

Meinung:
Ich mag die Cover allesamt sehr gerne. Aber nicht nur die deutschen Cover, auch die englischen haben es mir sehr angetan. ♥
Die englischen finde ich sogar ein kleines bisschen schöner, da sie mysteriöser wirken.

Die gesamte Geschichte bestand aus einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Es ist so viel passiert, dass ich das alles kaum in Worte fassen kann. Viele interessante Themen wurden angesprochen, man hat über viele Charaktere so viel erfahren und konnte vieles nochmal sehr viel besser nachvollziehen als zuvor schon. Es hab Intrigen und auch unerwartete Zusammenschlüsse und Offenbarungen.
Angefangen hat alles mit der Intrige von Feyre am Frühlingshof. Das war alles so genial, auch wenn mir Tamlin ein kleines bisschen Leid tat. Aber auch nur zu Beginn. Schnell hat er wieder Seiten an sich gezeigt, wo ich mir dann auch dachte "Das geschieht dir so recht". Auch über eine ganz besondere Szene zwischen Feyre und Ianthe habe ich mich sehr gefreut. Ist vielleicht ein bisschen gehässig, aber ich kann Ianthe einfach nicht leiden.
Nachdem alles so spannend angefangen hat, gab es für mich einen kleinen Einknick.
Einige Gespräche waren mir zu lang und es wirkte ein bisschen um den heißen Brei herum geredet. Gerade als es um die Besprechungen über den bevorstehenden Krieg ging. Aber auch über die Tatsache, dass Feyre die High Lady des Hofes ist. Trotzden gab es neben den etwas langweiligeren Stellen immer noch sehr viele spannende Momente, weshalb ich es insgesamt betrachtet dann doch nicht so schlimm finde.
Außerdem sind so ca. die letzten 200 Seiten der Höhepunkt des Buches mit einer unendlich langen Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe gelacht, geweint und hätte einige Personen gerne eigenständig getötet.  Neben vielen sehr rührenden Worten von Rhysand, bei denen ich neben ein paar Tränen vergossen habe auch etwas schmunzeln musste, gab es viele Tode, die mich sehr mitgenommen haben. Obwohl mir vorher kaum bewusst war, dass mir die Charaktere überhaupt etwas bedeuten. Und es gab einige Abschiede, wo ich meine Tränen kaum unter Kontrolle bringen konnte. 
Einige Dinge kann ich jetzt immer noch nicht fassen, obwohl ich mich mittlerweile ein bisschen von dem Szenario erholt habe. Ich finde es einfach großartig wie Sarah J. Maas das so gut umgesetzt bekommt.
Auf die Geschichte an sich möchte ich auch gar nicht näher ein gehen, da ich einige Wendungen und Ereignisse so überraschend fand, dass ich da Niemanden etwas Vorweg nehmen möchte.
Aber dafür versuche ich ein bisschen mehr Einblick in die Geschichte über die Charakterentwicklung zu verschaffen.

In dem Buch selbst hab es auch einige sehr erstaunliche Charakterentwicklung und einiger sehr überraschende Zusammenfindungen, die ich sehr interessant und im nach hinein betrachtet auch sehr wichtig fand. Ich habe einige Charaktere liebgewonnen, gehasst und war über einiges auch sehr überrascht.
Nesta, Elain und Tamlin haben sich für mich am meisten verändert.
Zu Beginn ist mit Elain überhaupt nichts anzufangen. Sie ist nach dem Szenario mit dem Kessel sehr in sich gekehrt, sodass nicht einmal Nesta eine Chance hat irgendwie an sie ran zu kommen. Umso mehr hat es mich überrascht, dass sie eine der wichtigsten Schlüsselrollen im Krieg geben Hybern war. Ihre Entwicklung war eher ein schleichenden Prozess, der sich aber sehr ausgezahlt hat!
Auch das Lucien einen kleinen Teil zu ihrer Charakterentwicklung beitragen konnte hat mich sehr gefreut.

Nesta war schon immer sehr speziell und trotzdem habe ich sie in diesen Teil sehr lieb gewonnen. In den ersten beiden Teilen hätte ich sie am liebsten erschlagen und auch noch bis ca. zur Hälfte in diesem Teil. Doch auch sie hat sich nach einiger Zeit sehr entwickelt. Man hat gemerkt, dass sie sich mehr auf Menschen einlässt und ich hatte auch das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen ihr und Feyre deutlich besser geworden ist. Ich würde ja behaupten, dass der liebe Cassian ordentlich zu ihrer neuen Einstellung beigetragen hat. Und ich bin ein großer Fan von einem Pairing zwischen Nesta und Cassian ♥
Deren Wortgefechte waren oftmals so amüsant und es gab so viele Szenen, in denen sich die beiden auf ihre Art und Weise gegenseitig beschützt haben. Kurz vorm Ende hat Nesta mich sogar mit einer ihrer Rettungsanktionen zu Tränen gerührt.

Tamlin mochte ich seit dem zweiten Band auch so gar nicht mehr leiden. In diesem Band hätte ich ihn auch gerne in Stücke gerissen wieder zusammen geflickt und wieder von vorne begonnen.
Wie er mit seinem Hof umgegangen ist und so blind Ianthe vertraut hat, hat mich sehr aufgeregt. Ich war teilweise so schockiert darüber.
Auch bei den Verhandlungen mit allen Höfen war er einfach total Fehl am Platz. Er hat jedeglich nur Wut und Hass gestreut und konnte nichts anderes als Feyre und Rhysand beleidigen. Einerseits kann ich es verstehen, da er in seiner Ehre sehr verletzt wurde und im Prinzip von Feyre verarscht wurde. Andererseits ist er es auch selber schuld, wenn man bedenkt wie er immer mit Feyre umgegangen ist.
Und dennoch rechne ich seine Taten zum Ende hin sehr hoch an. Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen als ich realisiert habe, dass er Feyre endlich aufgegeben hat und seinen Zorn niederlegt.
Dass sie keine großen Freunde mehr werden ist verständlich, aber dennoch hat mich diese Stille "Vergebung" sehr gerührt.

Einige Schlüsselcharaktere waren für mich der Suriel als auch die Weberin, der Knochenfresser und Bryaxis.
Der Suriel war irgendwie immer da, wenn Feyre Hilfe benötigte und hat sie immer auf den richtigen Weg geleitet. Er hat ihr immer noch ein paar Tipps gegeben und so hat Feyre immer eine Lösung parat gehabt. Diesmal hat er ihr auch wieder sehr geholfen, umso mehr trauere ich ihm nach.

Die verstrickte Geschichte zwischen der Weberin, dem Knochenfresser und Bryaxis hat mir auch sehr gut gefallen. Wer hätte gedacht, dass es um die drei ein größeres Mysterium gibt und das Rhys und Feyre ihre Pläne mit den dreien hatten.

Der dritte Teil war ein großartige Abschluss der Trilogie und ich freue mich schon riesig auf die ganzen Spin-Offs. Ich hoffe sie erscheinen auch auf deutsch. Ansonsten ziehen die Spin-Offs auf jeden Fall auf Englisch bei mir ein ♥
Die ganze Welt hat mich so in ihren Bann gezogen und sie zählt definitiv zu einen meiner absoluten Lieblingsreihen ♥♥♥
Ich kann dir Reihe nur wärmsten empfehlen. Der erste Band ist im nach hinein betrachtet der schwächste, aber ab dem zweiten Band wird es richtig gut. Die Wendungen sind einfach so genial und die Geschichte bleibt spannend und aufwühlend bis zum Ende des dritten Teils. Von mir eine klare Leseempfehlung ♥


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