Mittwoch, 16. Mai 2018

[Buchreview] Diamant Drache

© Cover: Eisermann Verlag
Titel: Diamant Drache
Autor: Marie-Luis Rönisch
Genre: Fantasy
Verlag:  Eisermann Verlag
Erscheinungsjahr: 2016
Seiten: 500
Preis: 14,90€ Taschenbuch, 3,99€ E-Book
Meine Bewertung: 4 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Cassius hat in Kampf seine Geliebte Frau Myra verloren. Den Mörder belegt er mit einem Fluch, den ihn in einen Drachen verwandelt und der fortan das Reich Dorion und sein Baby vor dem Königreich Candiora schützen soll. Auch sein Kind versetzt er mittels Magie in einen langen Schlaf, welcher das Kind nicht altern lässt. Es solle erst erwachen, wenn der Drache eine Mutter für das Kind gefunden hatte.

Fast 760 Jahre später indem der Drache immer wieder dafür gesorgt hat, dass das Königreich Candiora in Schutt und Asche liegt, möchte Ewa, die Prinzessin jenes Königreiches etwas verändern. Sie hinterfragt die Herrschaft ihres Vaters und möchte zum Wohle des Volkes einiges ändern. Gerade nachdem der König beschlossen hat, dass derjenige, der den Drachen bezwingt Ewa zu Frau nehmen darf, wächst Ewas Tatendrang rapide. Sie möchte selbst entscheiden wen sie heiratet und macht sich selbst auf den Weg, um den Drachen zu bezwingen.
Doch als sie auf den Drachen trifft, erwartet sie noch etwas ganz anderes als ein Kampf um Leben und Tod.

Meinung:
Diesmal fange ich mal wieder ganz plump mit der Aufmachung an. Ich bin nämlich sehr begeistert von der Aufmachung des Taschenbuches. Obwohl das Buch nämlich so dick ist, ist keine einzige Leserille im Buchrücken während des Lesens entstanden. Ich weiß zwar nie woran das liegt, aber einige Buchverlage haben irgendwie eine andere Aufmachung und dann lassen sich die Leserillen deutlich besser vermeiden.
Das Cover finde ich auch richtig toll. Gerade der Flammendrache gefällt mir sehr. Zudem kann man schon etwas über die Geschichte in diesem Buch erfahren. Ebenso verrät der Titel auch etwas, weshalb ich ihn auch sehr treffend finde.

Auf der ersten Seite des Buches findet man eine Karte dieser Welt. Diese habe ich mir während des Lesens auch öfter angeschaut, um zu gucken wie weit sich die Charaktere von dem Königreich entfernt befinden und um mich allgemein etwas zu orientieren. Ich mag es an sich ganz gerne, wenn Bücher mit eigenen Welten eine Landkarte beinhalten.
Außerdem gab es in diesem Buch ab und an ein paar Illustrationen, die dem ganzen noch etwas mehr Ausdruck verliehen haben. Da ich Illustrationen in Büchern, gerade im Bereich Fantasy  sehr schön finde, wertet das für mich das Gesamtbild nochmal auf. 

Von der Geschichte bin ich mehr als beeindruckt. Während ich mich nach so ca. 150 Seiten gefragt habe, was den nun noch alles passieren könnte, da bis zu diesem Zeitpunkt schon einiges passiert ist, war ich mit zunehmender Geschichte immer mehr begeistert davon wie drastisch die Situationen sich verändern. Allgemein ist so viel passiert, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Dennoch ist es nicht so viel, dass es überladen wirken würde. Es gab einige Höhen und Tiefen, mit denen ich zum Teil auch nicht gerechnet hatte. Anderseits waren einige Szenarien auch sehr vorhersehbar, was aber nicht negativ ist. Anfangs hatte ich zwar noch gedacht, dass es viel zu schnell, viel zu viele Charaktere und Handlungsstränge gibt, aber das hat sich nach kurzer Zeit gelegt und von da an konnte ich das Buch kaum noch an die Seite legen.
Der Schreibstil passt größenteils auch gut in das Setting rein. An einigen Stellen fand ich die Wortwahl etwas unpassend, aber so schlimm war es dann nicht, dass ich mich da jetzt ausführlicher in meiner Meinung mit auseinander setzen müsste. Insgesamt betrachtet ist der Schreibstil sehr schön, lässt sich fließend lesen und konnte mich gut in die Welt von Ewa und Dracon eintauchen lassen.
Was mir beim Aufbau des Buches auch sehr gefallen hat, waren die unterschiedlichen Perspektiven. Neben Ewa und Dracon, hat man auch zeitweise Thor, aber auch Pan und Shiva begleitet.
Neben dem ganzen "typischen" Kriterien, fand ich eine Sache sehr gelungen. In dieser Welt hat die Autorin auch noch eigene Fabelwesen eingebaut, was die Welt von anderen Fantasywelten hervorheben lässt. Gefühlt schreibt jeder über Drachen, Einhörner und Co. Aber nur selten kommen eigene Fabelwesen vor. Diese Kleinigkeit fand ich großartig.

Besonders überzeugen konnten mich die Charaktere. Ich habe einige sehr in mein Herz geschlossen, habe mit ihnen gefiebert und gehofft, dass es sich doch ändern würde. Ewa ist eine der ersten Charaktere, die einem näher gebracht wird und die wir auch am meisten begleiten. Mir hat ihre komplette Art sehr gefallen. Während ihr Vater, der König, nicht wirklich viel für sein Volk übrig hat, ist sie mit vollem Tatendrang bereit dem Volk bei zu stehen und die Situation für ihr Land zu verändern. Dadurch dürfen wir sie auf ihrer Reise begleiten, wie sie versuchen möchte den Drachen zu besiegen, damit ihr Land in Frieden neu erblühen kann.
Dracon und Pan mochte ich beide auch sehr. Dracon ist in seiner Art und Weise sehr interessant. An einigen Stellen hat er mich zwar etwas genervt, aber die meiste Zeit mochte ich ihn ganz gerne. Als Drache finde ich ihn großartig. Ich mag seine tierische, ruppige Art, die manchmal sogar gar nicht so böse gemeint ist, wie sie rüber gekommen ist. Genial fand ich es wie er Ewa immer Prinzessin genannt hat, um sie aufzuziehen.
Bei Pan geht es mir ähnlich wie mit Dracon. Er bringt ab und an so grandiose Sprüche oder macht entsprechende Andeutungen, dass ich mir oft ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Ich empfinde, dass er an einigen Stellen ein sehr wichtiger Charakter war. Er hat mehr als einmal Ewa oder Dravon das leben gerettet, sodass er dabei sogar einen ganz wichtigen Teil von sich aufgeben musste.
Shiva und Thor sind die beiden Charaktere, die ich eher weniger mag. Wobei ich Thor noch ganz angenehm fand. Die Art und Weise wie er sich für seine Schwester einsetzen möchte, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen, fand ich sehr schön. Dennoch konnte ich mich mit ihm nicht so ganz anfreunden. Bei Shiva habe ich das gleiche Problem, nur bei ihr kann ich es besser erklären. Im ersten Gespräch mit Ewa kommt sie mir ein bisschen wie eine Furie rüber, obwohl sie am Ende dann doch irgendwie geholfen hat. Dieser Eindruck blieb bei mir auch sehr lange bestehen, da es noch ein paar mehr Situationen gab, indem sie sich ziemlich aufbrausend verhalten hat. Was mich aber am meisten an sie geärgert hat ist, dass sie aus Thor einen willenlosen Krieger gemacht hatte.


Mich hat die Welt des Buches sehr in ihren Bann gezogen. Es hat eine tolle Geschichte, liebenswürdige Charaktere, viele Höhen und Tiefen und einen riesigen Suchtfaktor. Ich bin durch die 500 Seiten nur so durch geflogen und konnte es kaum aus der Hand legen.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung :)

Kommentare:

  1. Hey Sarah :D

    Was für eine lange Rezension^^
    Aber du hast schön ausführlich alles beschrieben ... und jetzt bin ich umso neugieriger auf die Geschichte geworden :D

    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Andrea,
      Ja die Worte sind einfach so geflossenen. Ich musste am Ende nur noch die Zusammenhänge besser ordnen :D
      Freut mich, dass ich ein bisschen dazu beitragen könnte, dass du neugieriger auf die Geschichte geworden bist:)

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen

!Ab dem 25.05.2018 gilt eine neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)!

Durch Hinzufügen eines Kommentars durch dieses Formular werden automatisch von Blogger(Google) personenbezogene Daten (Name, Accountinfomationen, Inhalt und Zeitpunkt des Kommentars) gespeichert. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen dazu können in den Datenschutzerklärung eingesehen werden.