Samstag, 15. September 2018

[Buchreview] Medusas Fluch

Titel: Medusas Fluch

Autor: Emily Thomsen
Genre: Fantasy
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 196
Preis: 12,00€ Softcover
Reihe: Medusas Fluch
Medusas Fluch 1
Medusas Fluch 2: Götterschimmer (erscheint voraussichtlich im November 2018)
Bewertung: 3 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem.
Quelle: Cover und Klappentext Drachenmond Verlag

Meinung:
Medusas Fluch hat mir recht gut gefallen. Besonders schön fand ich, dass nicht die allbekannten Götter wie Hades, Hermes und co im Vordergrund stehen, sondern Medusa, die Göttin des Meeres, Thanatos, der Gott des Todes und auch der Gott der Träume Mopheus vorkommen.

Die Cover des Drachenmond Verlages gefallen mir eigentlich fast immer. Sie sind immer so schön gestaltet und sind im Regal ein richtiger Hingucker. So auch das Cover von Medusas Fluch. Die Kombination aus Blau- und Orangetönen gefällt mir sehr. ♥
Auf dem Cover erkennt man auch eine Szene aus dem Buch, aber dazu verrate ich nicht so viel, da die Szene erst recht spät auftaucht. 
Die Geschichte lässt sich flüssig und sehr zügig lesen. Zudem finde ich die eingebauten Sichtweisen von Marie und Medusa, sprich der Gegenwart und der Vergangenheit sehr gelungen umgesetzt.

Im ersten Teil wurde man in Maries Leben eingeleitet. Zudem erfährt man immer mal wieder Details aus ihrer Vergangenheit. Ich mochte die wechselnden Sichten von Marie und Medusa sehr gerne. Ab und an hat es mich zwar etwas verwirrt gehabt, da es einem manchmal doch aus dem Geschehenen rausgeworfen hat. Insgesamt fand ich es sehr toll, dass man so immer wieder etwas über Maries Herkunft und Vergangenheit erfahren hat. Genauso erfährt man erst am Ende, weshalb Medusas Mutter gegen eine Beziehung mit Farin war.

Die Protagonistin Medusa bzw. Marie ist mir oft viel zu stur. Ich finde sie zieht auch viel zu schnell voreilige Schlüsse und hört ihrem Gegenüber nicht einmal ordentlich zu. Den Hass auf ihre Mutter kann ich sogar noch nachvollziehen, aber ich finde, dass es Jendrik zumindest verdient hätte, einmal komplett ausreden zu dürfen.
Wo wir auch direkt bei meinem Hauptproblem wären. Jendrik war mir ein bisschen zu aufdringlich. Auch die Entwicklung der Liebesgeschichte konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Erst hat Marie komplett abgebelockt und von jetzt auf gleich lässt sie sich doch auf ihn ein. Das ging mir persönlich etwas zu schnell. Die Erklärung wieso Jendrik so besessen von Marie ist, kommt erst viel später und dann macht die schnelle Entwicklung der Liebesgeschichte zumindest aus der Sicht von Jendrik Sinn. Die einzige Erklärung bei Marie ist, dass sie viel zu lange schon zu einsam ist und sich einfach darauf einlässt ohne groß nachzudenken.
Wenn man aber die Liebesgeschichte außen vorlässt, gibt es einige Aspekte, die ich sehr interessant fand. Und zwar gab es vor Jahrhunderten einen großen Krieg, weil Chaos gerufen wurde. Dies droht nun erneut der Fall zu sein. Einer der Götter hat Chaos gerufen und trachtet auch noch nach Medusas Leben. Leider kommt das alles erst zum Ende auf den Leser zu, aber das reizt mich sehr, die Reihe fortzuführen.

Im ersten Teil ist mir persönlich noch zu wenig geschehen. Es hab zwar immer mal wieder gute Momente, wo ich dachte: "Jetzt geht es los!", aber die sind viel zu schnell wieder verpufft. Ich glaube, dass das Werk für die Geschichte viel zu kurz war. Das Potenzial ist da und konnte auf Grund der Länge wahrscheinlich nicht ausführlich umgesetzt werden. Deswegen wirkte es für mich mehr wie eine Einleitung in die Geschichte, dennoch glaube ich, dass es im nächsten Band sehr spannend weiter gehen wird. Das Ende klang zumindest sehr vielersprechend.

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