Dienstag, 18. Dezember 2018

[Buchreview] Winterhof - Hörst du den Ruf des Schnees?

Titel: Winterhof - Hörst du den Ruf des Schnees?
Autor: Sameena Jehanzeb
Genre: Fantasy, Märchen
Verlag: Zeilengold Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten: 160
Preis: 2,99€ E-Book, 10,90€ Taschenbuch
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
»Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.«
Von klein auf liebt Kora den Schnee und den Winter. Seine eisige Umarmung gibt ihrem kranken Herzen das Gefühl, im richtigen Takt zu schlagen. Je älter Kora wird, desto weniger Schnee gibt es in ihrem Leben. Die Welt wird wärmer, die Umweltkatastrophen verheerender und schon bald muss Kora den Winter suchen. Schließlich findet sie ihn in einem kleinen Dorf, in dem der Legende nach die Schneekönigin wohnt. Als sie tatsächlich auf diese trifft, stellt die Königin des Winters sie vor eine Entscheidung, bei der Kora nur verlieren kann – ganz gleich, welche Wahl sie trifft.
Quelle Cover und Klappentext: Zeilengold Verlag

Meinung:
Das Buch liegt seit der FBM in meinem Regal und ich wollte es schon so oft anfangen, hatte aber dann doch nicht so sehr die Lust auf ein winterliches Märchen. Dafür hat es mich jetzt sehr angesprochen und ich hab es auch direkt weg gesuchtet. Bei 160 Seiten geht das natürlich auch etwas schneller.

Cover und Schreibstil:
Obwohl das Cover sehr schlicht ist, finde ich es wunderschön. Auf dem Cover erkennt man die Silhouette einer Frau mit einer weißen Krone. Daraus schließe ich, dass es die Silhouette der Schneekönigin ist, die innerhalb der Geschichte vorkommt. Und da es auch in einem Dorf spielt, wo sehr lange der Winter herrscht, finde ich die Farbe Blau für das Cover auch sehr passend. Zumindest verbinde ich mit dem Winter Blau und Weiß. Auch die Innengestaltung des Buches ist sehr schön. Neben den gestalteten Seiten findet man auch einige Illustrationen zur Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Zudem kam ich flüssig durch das Buch hindurch. Ganz besonders hat mir der Anfang des Buches gefallen, da der Prolog wie der Anfang eines Märchens geschrieben ist. Bisher kannte ich diese Art von Einleitung nur aus bekannten Märchen, weshalb es mir aber auch so gut gefallen hat.

Inhalt: 
Das fiktive Dorf Snjórley ist bekannt dafür, dass der Winter dort sehr lange herrscht. Dadurch ist es zu einer Touristenattraktion geworden. Auch Kora hat dieses Dorf in ihrer Kindheit besucht und möchte dieses wunderschöne Erlebnis auch mit ihrer Familie teilen. Dort angekommen fängt für sie aber das Drama an. Sie wird von Albträumen heimgesucht und auch von einigen Dorfbewohnen, ganz besonders von der Schneekönigin selbst, wird sie vor die Wahl gestellt.
Mir hat der Aufbau der Geschichte so gut gefallen. Zunächst wird man in die Geschichte eingeführt und man bekommt einige Eindrücke des Winterdorfes vermittelt. Die Umgebung hat eine sehr schöne Atmosphäre und man fühlt sich irgendwie ein bisschen heimisch. Als Kora dann das erste Mal der Schneekönigin begegnet, fängt die Geschichte an sich zu Wandeln. Während zuvor noch alles schön friedlich war, fängt es jetzt an deutlich düsterer und dramatischer zu werden. Dieser Spannungsaufbau bleibt bis zum Ende der Geschichte bestehen.


Charaktere:
Hauptsächlich geht es in der Geschichte um Kora, weshalb ich mich auch nur auf sie und die Schneekönigin beziehen werde. Die anderen Charaktere werden auch nur sehr oberflächlich beschrieben. Normalerweise würde ich das kritisieren, aber da es sich um ein Märchen handelt und sie Seitenzahl schon sehr gering ist, ist es in diesem Fall in Ordnung. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es der Geschichte dadurch an Tiefe oder Informationen fehlen würde.
Kora ist trotz ihres Herzleidens eine sehr starke Persönlichkeit und auch ein sehr fröhlicher Mensch. Zudem liebt sie ihre Familie über alles und möchte so lange sie kann mit ihnen schöne Erinnerungen schaffen. Doch besonders am Ende muss sie eine sehr schwere Entscheidung treffen. Zuvor war ihre Meinung dazu sehr eindeutig, aber unter den gegebenen Umständen, hätte ich mich wahrscheinlich genauso entschieden wie sie.
Die Schneekönigin kam mir sehr reserviert vor. Obwohl sie Runa offen ihre Gefühle zeigt, hatte ich trotzdem immer das Gefühl, dass sie ansonsten sehr kalt und starr wirkt. Auch was ihre Absichten angeht hat sie zwar einiges offenbart, aber auch vieles für sich behalten.

Fazit:
Ein sehr düsteres, melancholisches Märchen, was aber gerade deswegen etwas ganz besonderes ist. Der Spannungaufbau entsteht schnell und wird bis zum Ende gehalten. Ich selbst hatte die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl, da man zusammen mit Kora darauf gewartet hat, was nun passiert. Von dem Ende war ich dann sehr überrascht. Ich hatte mir zwar doch noch eine andere Lösung erhofft, aber dennoch finde ich es genau so wie es ist einfach genial.

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