Mittwoch, 24. April 2019

[Buchreview] Die Tränenkönigin

Titel: Die Tränenkönigin
Autor: Jay Lahinch
Genre:Fantasy
Verlag:  Zeilengold
Erscheinungsjahr: 2018
Seiten:240
Preis: 12,99€ Taschenbuch, 3,99€ E-Book
Reihe: Ja
Band 1: Die Tränenkönigin
Band 2:?
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Kirschblüten🌸

Zusammenfassung:
„Und auch wenn ich der Trauer nachgeben möchte, ist es die Seele meines Bruders, die ich retten muss.“
Manchmal ist der Tod nicht nur das Ende eines geliebten Herzens, sondern besiegelt zugleich dein Schicksal. Das muss Nava schmerzlich erkennen, als ihr Zwillingsbruder nach dem Tod ihrer Eltern verstummt. Eine Flucht aus Marenna scheint ihr einziger Ausweg und nur der fremde Jayden ist bereit, sie auf dieser Reise ins Ungewisse zu begleiten. Erst ein unglaubliches Angebot der Tränenkönigin gibt ihrem Weg eine Richtung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Tränen, die nicht nur das Schicksal ihres Bruders, sondern das einer ganzen Welt für immer verändern könnten.
„Ich liebe den Regen, denn er macht deine Tränen unsichtbar.“
Quelle Cover und Klappentext: Zeilengold Verlag

Meinung:
Das Buch konnte ich mir als Mängelexemplar ergattern und ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso. Als es bei mir eingetrudelt ist, sah es nämlich wie neu aus. Aber gut für mich so konnte ich ein kleines bisschen Geld sparen :)

Cover und Schreibstil:
Also das Cover ist wirklich wundeschön und auch der Schreibstil gefällt mir sehr. Besonders die Zitate als Überschrift von jedem Kapitel fand ich sehr schön. Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Nava erzählt. Auch die Beschreibungen von den Orten ganz besonders von der Insel fand ich sehr schön. Die Autorin hat einen sehr bildlichen Schreibstil und einiges konnte ich mir so gut vorstellen, dass ich dachte ich wäre mitten drin.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich kam auch recht zügig durch.

Inhalt:
Die Geschichte ist sehr traurig und melancholisch. Direkt am Anfang werden Nava's Schicksalschläge offenbart, die sich auch nicht positiv verändern. Sie soll Jemanden heiraten, den sie gar nicht heiraten will und wo auch von der Familie es eigentlich nicht gewünscht wird, dass es zu einer Vermählung kommt.
Allgemein ist die Frau in dieser Geschichte nicht viel wert bzw. hat eigentlich keine eigenen Rechte. Die Männer in dieser Erzählung dürfen Anspruch erheben und entsprechend darf die Frau kein Wiederspruch einlegen, insofern nur ein Mann auf sie einen Anspruch erhoben hat.

An sich finde ich das Bild der Frau grauenhaft. Ich bin froh, dass wir mittlerweile in einer Zeit leben, wo die meisten nicht mehr unterdrückt werden und selbst entscheiden können. Dennoch fand ich die Geschichte interessant, da man gerade bei Nava gesehen hat, dass sie damit absolut nicht einverstanden ist und um ihre Freiheit kämpft.

Charaktere:
Ich hab zwar sehr lange gebraucht um mit Nava warm zu werden, aber zum Ende hin mochte ich sie dann doch sehr. Während sie am Anfang sehr stark auf die Rettung ihres Bruders fixiert war, hat sich im Laufe der Geschichte ihre Sichtweise doch ein bisschen verändert. Ihr Bruder war zwar immer noch Mittelpunkt ihrer Welt, aber auch Jayden hat einen kleinen Platz darin ergattern können. Ganz besonders toll fand ich ihr Auftreten gegenüber Tyler, den Mann den sie eigentlich heiraten sollte. Am Ende steht sie ihn so selbstbewusst gegenüber und lässt sich nicht von ihm einschüchtern. Obwohl er es einmal kurz schafft sie zweifeln zu lassen, fängt sie sich wieder.

Aus Jayden bin ich lange nicht schlau geworden. Ich fand ihn eigentlich toll, weil er Nava so ohne weiteres hilft. Dennoch habe ich die ganze Zeit den Hacken an der Sache gesucht. Aber außer, dass er Nava etwas über seine Herkunft verheimlicht hatte, gab es an ihm sonst nichts auszusetzen. Ich fand sein Geheimnis jetzt nicht mal so dramatisch. Klar hätte ich es an Navas Stelle auch lieber von Anfang an gewusst, weil man sonst schon ein bisschen denken könnte, dass er sie auf eine falsche Fährte locken möchte, aber andererseits war Jayden sonst die ganze Zeit immer sehr offen.

Fazit:
Obwohl die Geschichte sehr melancholisch ist, hat sie mir doch recht gut gefallen. Leider hatte ich ein paar Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte, aber dafür hat sie sich noch überraschend gut entwickelt. Besonders die bildlichen Beschreibungen der Insel und der Magie fand ich sehr gelungen. Auch zum Ende hin gab es einen kleinen Schockmoment. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

!Ab dem 25.05.2018 gilt eine neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)!

Durch Hinzufügen eines Kommentars durch dieses Formular werden automatisch von Blogger(Google) personenbezogene Daten (Name, Accountinfomationen, Inhalt und Zeitpunkt des Kommentars) gespeichert. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen dazu können in den Datenschutzerklärung eingesehen werden.