Sonntag, 19. April 2020

[Buchreview] Autumn & Leaf

Titel: Autumn & Leaf
Autor: J.K. Bloom
Genre: Dystopie
Verlag: Sternensand Verlag
Erscheinungsjahr: 2020
Seiten:442
Preis: 4,99€ E-Book, 14,90€ Print
Bewertung: 5 von 5 Kirschblüten 🌸

Zusammenfassung:
551 und 556. Das sind ihre Produktnummern, denn sie wurden von einer Maschine erschaffen und in einem Institut großgezogen, wo sie darauf warten, verkauft zu werden. Sie sehen aus wie Menschen, besitzen jedoch keinerlei Rechte, dürfen keine Gefühle haben und schon gar keinen Umgang miteinander pflegen. Doch Autumn und Leaf geben sich Namen, lieben sich in aller Heimlichkeit und planen, zu fliehen. Als Leaf ausgerechnet an einen grausamen Mann verkauft werden soll, muss alles schnell gehen und die Flucht steht kurz bevor. Doch da erfährt Leaf, dass sich Autumn allein davongestohlen hat, ohne sie mitzunehmen. Ihr bleibt nur, sich ihrem Schicksal zu ergeben, denn ohne ihn ist sie eben nur 556. Ein Produkt, dazu verdammt, für die perversen Fantasien ihres neuen Besitzers herzuhalten. Sie ahnt nicht, dass die wahre Grausamkeit ihr noch bevorsteht, denn Autumn hat das Institut nicht freiwillig verlassen …
Quelle Cover und Klappentext: Sternensand Verlag

Meinung:
Auf das Werk bin ich eher durch Zufall aufmerksam geworden. Ich wollte zwar schon immer mal ein Buch von J.K. Bloom lesen, nur wollte ich ursprünglich mit einer Reihe von ihr anfangen. Beim stöbern habe ich aber dieses hier entdeckt und es klang auch unheimlich interessant.

Cover und Schreibstil:
Das Cover ist eher schlicht, aber sehr aussagekräftig, was den Inhalt betrifft. Zum Beispiel auf die beiden Hauptcharaktere bezogen und die Bedeutung der beiden Namen. Daher finde ich es sehr stimmig, dass ein herbstliches Blatt im Zentrum des Covers gewählt wurde.

Vom Schreibstil her kann ich mich auch nicht beklagen. Das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen und an sich war es auch kaum langatmig geschrieben. Allgemein fand ich auch die Thematik wahnsinnig spannend.
Besonders gut hat mir hier auch das Wechseln der Sichten bei jedem Kapitel gefallen. So hat man von Anfang an einen sehr guten Überblick über beide Charaktere.

Inhalt:
In dieser Geschichte wird ein sehr interessantes und meiner Meinung nach auch kritisches Thema angesprochen. Nämlich künstlich hergestellte Menschen, die auch mit einem Computersystem gekoppelt sind. Klingt sehr futuristisch, aber gerade das künstliche Züchten von Menschen wird sicherlich nicht mehr ewig lange dauern, bis das real wird. Wobei ich bzw. unsere Generation vielleicht nur die Anfänge mitbekommen werden. Dennoch fand ich spannend welches Weltbild hier aufgebaut wurde und welchen wert künstliche Menschen hier haben.
Das die künstlichen Menschen keinen hohen Stellenwert haben wird sicherlich kein Geheimnis sein. Dennoch fand ich es total interessant, was mit diesen Menschen passiert und warum sie überhaupt hergestellt wurden. Auch wenn letzteres erstmal gar nicht so eindeutig war.


Charaktere:
Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Leaf als auch aus der von Autumn erzählt. Man hat als Leser damit auch den Gesamtüberblick der Lage und vor allem der Gefühlswelt der beiden. Ich konnte beide Charaktere so unglaublich gut verstehen und wenn man dann jeweils schon die Handlungen/ Ereignisse des anderen kennt, waren viele Szenen so unfassbar traurig.
Allgemein haben beide es nicht leicht gehabt. Wobei ich persönlich Leafs Schicksal deutlich unangenehmer und grausamer empfand. Gleichzeitig bin ich unfassbar fasziniert von ihr, wie sie es geschafft hat aus den schlimmen Ereignissen etwas positives aufzubauen und letztendlich eine sehr starke Persönlichkeit entwickelt hat. Auch Autumn hat einen interessanten Werdegang hinter sich.

Fazit:
Mir hat die Geschichte unglaublich gut gefallen. Es gab die ein oder andere Szene, wo ich sehr stark mit mir gehadert habe, weil ich das entsprechende Geschehen überhaupt nicht gut heißen konnte, aber es gehörte mit dazu und hat am Ende dem Gesamtbild so viel Sinn gegeben. Andernfalls wären sonst auch bestimmte Entwicklungen nicht möglich gewesen. Zudem hat mich die Geschichte auch sehr zum nachdenken angeregt. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Menschheit es irgendwann auch schaffen wird sich künstlich zu vermehren. Mich würde da sehr interessieren wie wir damit dann umgehen würden, ob wir künstliche Menschen als Gegenstände oder als echte Menschen betrachten würden. Das war einfach mal so eine Frage die sich durch dieses Buch in meinem Kopf gedrängt hatten.

1 Kommentar:

  1. Hallöchen =)

    ich finde das hört sich richtig spannend an. Das Buch packe ich mal auf meine Wunschliste =)

    LG
    Anja

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